Übergänge


Springen Sie direkt:





Übergänge

Übergang von der Familie/Krippe in den Kindergarten

Der Eintritt des Kindes in die Tagesbetreuung ist geprägt von Neugier, positiver Aufregung, aber auch von Unsicherheiten und Ängsten. In dieser Zeit brauchen Kinder ihre Bindungspersonen zur Begleitung, um vor Überforderung geschützt zu sein. Die Bindungsperson ist die sichere Basis von der aus das Kind in seinem Tempo die neue Umgebung erkunden kann, sich bei Bedarf Sicherheit holen kann und allmählich in die Beziehung zur Bezugserzieherin hineinwachsen kann. Aus der Forschung weiß man, dass abrupte Trennungen von engen Bindungspersonen bei Kleinkindern Traumata hinterlassen und sie in ihrer Entwicklungsfähigkeit einschränken. Deshalb müssen Mutter oder Vater für ein paar Tage mit dabei sein, bis das Kind zur eingewöhnenden Erzieherin eine bindungsähnliche Beziehung aufgebaut hat und diese dann als sichere Basis akzeptiert. Der Zeitraum und das Eingewöhnungsverfahren passen wir mit Ihnen gemeinsam den Bedürfnissen Ihres Kindes an. Folgende Schritte zeigen unsere geplante Vorgehensweise auf (die Individualität jedes Kindes kann andere Zeitabschnitte erforderlich machen):

Vorinformation:

Austausch über das Kind und den Eingewöhnungsverlauf mit den Eltern

Grundphase (Tag 1-3):

Mutter oder Vater kommen mit dem Kind in die Einrichtung, beide bleiben ca. 2 Stunden im Gruppenraum. In den ersten 2-3 Tagen erfolgt meist kein Trennungsversuch. Wichtigste Aufgabe der Eltern ist es, ein „sicherer Hafen“ für das Kind zu sein. Je nach Bereitschaft des Kindes verabschiedet sich das Elternteil von ihm, verlässt den Raum und bleibt in der Nähe (meist im Flur oder in der Elternwarteecke mit anderen Eltern. Maximale Trennung 15 - 20 Minuten.

Wenn ein Kind weint und nach der Mutter verlangt, ist das eine natürliche Reaktion auf die Trennung, mit der das Kind versucht, die Bindungsperson wieder herbei zu holen. Wenn das Kind sich in der Beziehung zur Bezugserzieherin schon vertraut und sicher fühlt, wird es sich beruhigen lassen und sich gemeinsam oder alleine Beschäftigungen zuwenden.

Die Zeiträume ohne Mutter/Vater in der Gruppe können verlängert werden. Mutter/Vater bleiben jedoch noch in der Einrichtung (1-2 Tage). Im nächsten Schritt verlassen die Eltern die Einrichtung, bleiben aber telefonisch erreichbar.

Stabilisierungsphase:

Täglich schrittweise abnehmende Elternanwesenheit - gesteigerte Anwesenheit des Kindes in der Einrichtung.

Wichtig sind feste und für das Kind nachvollziehbare Abschiedsrituale (z. B. „Winke-Fenster“), Kuscheltiere oder andere Übergangsobjekte, die ihm Sicherheit geben, sowie die telefonische Erreichbarkeit der Eltern.

Schlussphase (ca. nach 2 Wochen):

Mutter/Vater hält sich nicht mehr in der Einrichtung auf, ist jedoch jederzeit telefonisch erreichbar.

Die begleitete Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn das Kind sich in der Beziehung zur Bezugserzieherin so vertraut und sicher fühlt, dass es auf andere Kinder zugeht, sich selbst Beschäftigungen sucht, Materialien und Raum erkundet. Das Kind ist sichtbar entspannt, es lacht und zeigt Freude.

Abschluss:

Im Anschluss erfolgt ein Elterngespräch bei dem man sich austauscht, wie das Kind den Übergang bewältigt hat.


Übergang vom Kindergarten in die Schule

UNSERE SCHULVORBEREITUNG:

Der Schuleintritt des Kindes kann mit einer Reise eines Schiffes verglichen werden. Das Schiff löst sich vom „sicheren Hafen“ und steuert einem neuen Ziel entgegen. Bei diesem wichtigen Übergang zum neuen Lebensabschnitt möchten wir die Kinder gut begleiten. „Vorschularbeit“ beginnt nicht erst im letzten Kindergartenjahr, sondern von Geburt an. Bildung, Förderung, Vertrauen ins Leben und in die eigenen Fähigkeiten geschieht durch Lernen im Spiel. Friedrich Schiller war der Überzeugung, dass der Mensch nur dort ganz Mensch ist, wo er spielt. Im Spiel entfalten sich emotionale und soziale Kompetenzen, die die Basis für lebenslanges Lernen bilden. Im pädagogischen Miteinander gehen wir situationsbezogen auf die Interessen und Bedürfnisse der Kinder ein. Hierzu bieten wir Gesellschaftsspiele, interessante Materialien, Bewegung, Musik und Theater an. Das häufige Vorlesen im Kindergarten, wie im Elternhaus, betrachten wir als wichtigen Bestandteil der Vorschulerziehung. Indem die Kinder alltägliche Arbeiten und Aufgaben übernehmen, lernen sie Verantwortung und Eigeninitiative zu entwickeln. Durch „Entdeckertouren“ und Abenteuer im Wald bringen wir den Kindern ihr Lebensumfeld und Mut nahe. In einer liebevoll, eingerichteten Büroecke machen sich die Kinder mit den verschiedensten Schreibutensilien vertraut. Um einen sanften Übergang in die Schule zu ermöglichen, kooperieren wir eng mit der Grundschule Igling. 

„kluge Raben und schlaue Füchse“

Einmal wöchentlich treffen sich alle Vorschulkinder, nämlich die „schlauen Füchse“ und die „klugen Raben“, um als gruppenübergreifende Vorschulgruppe gemeinsam zu lernen, zu erkunden, zu spielen, zu entdecken, zu singen, zu malen und zu entspannen. Schwerpunkte dieses Angebotes sind hauptsächlich:

  • das soziale Miteinander, wie Rücksichtnahme, zuhören bzw. abwarten können und Mut 
  • Förderung von Konzentration und Ausdauer in einer altersspezifischen, "schulähnlichen Großgruppe" 
  • gegenseitiges, gruppenübergreifendes Kennenlernen aller Vorschulkinder in der Einrichtung und somit evtl. späteren Schul-Freunden 
  • ein größeres "Übungsfeld" für Teamarbeit 
  • mehr Flexibilität im Umgang mit neuen Bezugspersonen
  • Projekte, die mit den Kindern erarbeitet werden