Kinderkrippe Konzeption


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Kinderkrippe Konzeption

Unsere Leitsätze

Jedes Kind ist einmalig, wir achten, schützen (SGB VIII §8a) und fördern es in seiner Individualität. Es ist von Geburt an mit grundlegenden Kompetenzen und einem reichhaltigen Lern- und Entwicklungspotenzial ausgestattet. Dabei ist die Familie als primärer Ort der sozial-emotionalen Entwicklung mitbestimmend für den Lernerfolg jedes Kindes. Daraus ergibt sich unsere Aufgabe, Eltern in ihrer Unersetzlichkeit, ihrer Wichtigkeit und ihrer Verantwortung wertzuschätzen und entsprechend in ihrer Erziehungsarbeit zu unterstützen.

Wir betrachten das Kind von Anfang an als motivierten, anspruchsvollen „Lernenden“ in sozialen Zusammenhängen, das als wiss-begieriger Forscher sich mit seiner Umwelt auseinander setzt, seine Welt mit allen Sinnen entdeckt und seine Bildungsprozesse aktiv mitgestalten.

Handlungsleitend für unsere Arbeit ist der „lebensbezogene - situationsorientierte Ansatz“ unter Berücksichtigung der Vorgaben des Bayerischen Erziehungs- und Bildungsplanes (BEP) für Kinder unter 3 Jahren.

Von besonderer Bedeutung ist dabei die Förderung von Basiskompetenzen und Ressourcen, die die Kräfte des Kindes mobilisieren und es befähigen, ein Leben lang zu lernen.

  • Förderung und Stärken von Bindung- und Beziehungsfähigkeit
  • Stärken der emotionalen und sozialen Kompetenz
  • Stärken der kommunikativen Kompetenz
  • Stärken der körperbezogenen Kompetenz
  • Stärken der kognitiven und lernmethodischen Kompetenz

Unsere Rahmenbedingungen und Ziele, die eine gute Erziehung und Bildung gewährleisten

Das Umfeld und die Räume sind bei uns so ausgestattet, dass sie Geborgenheit ausstrahlen. Eine herzliche Atmosphäre  wiederum gibt Sicherheit und ermöglicht Beziehung aufzubauen. Wir begrüßen Sie und Ihr Kind jeden Morgen ganz persönlich, denn individuelle persönliche Beziehungen sind uns wichtig. Die Krippenkinder sitzen gerne morgens am Fenster und beobachten die Kinder und Eltern beim Kommen und Gehen. Sie bauen somit in ihrem geschützten Raum, der ihnen Sicherheit gibt, gleichzeitig eine Verbindung zu allen Kindern und Eltern auf, die ins Haus kommen. In der Krippe starten wir mit den Kinder mit einem ausgewählten Spielangebot, um einen gemeinsamen guten Start in den Tag zu haben. Wir achten auf ausreichend viele Möglichkeiten zum Bewegen, denn Kinder lernen ganzheitlich mit allen Sinnen, Emotionen, geistigen Fähigkeiten und Ausdrucksformen. Unsere Räume und Spielmaterialien regen den Lerneifer wie Neugierde, Freude am Ausprobieren, Experimentieren und Entdecken an, sie werden  „Mitgestalter“ ihrer „Arbeit“. Wir berücksichtigen die individuellen Lernbedürfnissen der Kinder wie Lernweg, Lerntempo Interessen und Vorwissen  und sind offen für die Inklusion von Kindern mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Eine Atmosphäre, in der sich alle Beteiligten wohl und angenommen fühlen ist das Ziel unserer pädagogischen Arbeit. Wir sind „wache“, vertraute, feinfühlige,  verlässliche Bezugspersonen, Dialog- Partner und Impulsgeber des Kindes, die Lernprozesse initiieren, beobachten und dokumentieren, Entwicklungsrisiken frühzeitig entgegenwirken und es in seiner Entwicklung  begleiten. Autonomie, Selbsttätigkeit, Selbstwirksamkeit und Selbstregulation beim Kind zu fördern ist uns sehr wichtig und ihm Hilfestellung beim Lösen von Problemen und Konflikten zu geben. Von besonderer Bedeutung für uns als Pädagogen ist es daher, sich immer neu mit dem  Verständnis von Bildung und Erziehung kritisch auseinander zusetzen und unsere Haltung fortlaufend zu reflektieren und zu überprüfen.

Die elementare Bildung – Das Alltägliche ist bei uns das Besondere!

Sprechen lernen - überall steckt Sprache drin.

Die Sprachförderung in der Krippe ist ganzheitlich und alltagsorientiert. Kleinkinder „entlocken“  durch ihre Mimik und Gesten den Erwachsenen Sprache. Um sie bei der Sprachentwicklung zu fördern ist es von großer Bedeutung ihre Signale zu beantworten, Alltagshandlungen sprachlich zu begleiten und auf Augenhöhe im feinfühligen Dialog zu kommunizieren. Genauso wird die Sprachentwicklung durch Lieder, Reime, Fingerspiele, Bilderbücher, Geschichten unterstützt.

Essen – es geht um mehr als satt zu werden

Essen ist Erholungspause, eine Tankstelle für Nahrung, Ruhe, Entspannung, Aufmerksamkeit, ein gemeinsames Erlebnis, eine Sinnes-freude, ein inneres Auftanken. Uns ist wichtig:  gemeinsames Tisch decken, gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, Beteiligung der Kinder beim Zubereiten des Frühstücks, kommunikatives Zusammensein. Für die Kinder ist es ein Meilenstein in der Entwicklung alleine essen zu können. Die Erwachsenen und anderen Kinder sind Vorbilder. Tischgespräche in entspannter Atmosphäre wirken sprachfördernd. Ein ritualisierter Ablauf gibt Sicherheit und unterstützt die Kinder beim Erwerb von Tischkultur. (Hände waschen, sich selbst bedienen, mit Löffel und Gabel essen, Tischspruch, Tisch decken und abräumen) Jedes Kind bekommt so viel Zeit, wie es braucht.

Wickeln - eine sehr persönliche Begegnung zwischen Erzieherin und Kind

Für uns ist es wichtig, dass wir uns Zeit nehmen

(= Qualitätszeit mit der Bezugsperson) und das Kind einwilligt zum Wickeln zu gehen. Wir fördern seine Selbstständigkeit in dem es sich an den Handlungen beteiligt (klettert auf die Wickelauflage, holt seine Windel aus der Schublade, zieht Bekleidungsstücke aus oder an, usw.). In dieser Zweiersituation lassen wir kleine Gespräche entstehen, machen Fingerspiele, benennen Körperteile und widmen unsere Aufmerksamkeit ausschließlich diesem einen Kind.

Sauberkeitsentwicklung – es geht um mehr als eine trockene Hose

Jedes Kind hat hier sein eigenes Entwicklungstempo. Die Kontrolle über die Ausscheidungsorgane ist ein Reifungsprozess von anatomischen Strukturen und

Verschaltungen im Nervensystem. Zudem beginnt das Kind sich für die Abläufe zu interessieren (ist neugierig auf Wasserhahn, Toilette, Hände waschen, sich ausziehen). Wir ermöglichen den Kindern erste Erfahrungen und Beobachtungen und begleiten sie schrittweise zum selbstständigen Toilettengang. Hier ist uns ein Austausch mit Ihnen wichtig.

Das experimentelle Lernen des Kleinkindes – Spielen = Lernen

Kleinkinder erfahren ihre Welt über ihren Körper und ihre Sinne. Sie begreifen, erfassen die Dinge zuerst aus Erfahrungslernen am direkten Objekt. Sie geben ihren Sinneswahrnehmungen, ihrem Erlebten einen Sinn. Sie sind neugierig und erfinderisch und bringen ständig etwas Neues auf die Welt. Materialien unterstützen sie dabei. Sie sind wichtig, sobald Kinder ihre Hände entdecken. Alles was berührt und ertastet werden kann, vermitteln dem Kind Sinnes- und Materialerfahrungen. Je weniger das Kind selbst sprechen kann, desto bedeutsamer ist es, Materialien „sprechen“ zu lassen. Dabei bieten wir Alltags- und Naturmaterialien an, die vielfältig nutzbar und nicht unbedingt in ihren Funktionen festgelegt sind. Interessant ist, was aktuell Bedeutung für das Kind hat. Haben sich die Erfahrungswerte mit einem Material erschöpft, und sind diese  abgespeichert, wendet sich das Kind anderen Materialien zu.

Wir bieten unseren Jüngsten gutes Spielmaterial an:

Sinneswände mit unterschiedlichen Materialeigenschaften, Alltagsgegenstände wie Schwämme, Schüsseln, Becher, Schaumstoffteile, Tücher, Bälle, große und kleine Kartons, vielfältige Arten von Behältern. Diverse Musikinstrumente wie z. B. Rasseln und Trommeln, Tücher zum Verkleiden, Farben und standfeste Staffeleien, um Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven zu malen, Fahrzeuge (Bobbycars, Lauf- und Dreiräder)Anregungsreiches Spielmaterial wie Farb- und Sortierspiele, Puzzle, Bausteine, unterschiedliche Naturmaterialien zum Experimentieren, Wasser, Sand, Matsch, Farben, Papier, Kleber, Stoffe, Kleister und Ton unterstützen dabei.