Kinderkrippe Übergänge


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Kinderkrippe Übergänge

Übergang von der Familie in die Kinderkrippe (Eingewöhnung)

Der Eintritt des Kindes in die Tagesbetreuung ist geprägt von Neugier, positiver Aufregung, aber auch von Unsicherheiten und Ängsten. In dieser Zeit brauchen Kinder ihre Bindungspersonen zur Begleitung um vor Überforderung geschützt zu sein. Die Bindungsperson ist die sichere Basis von der aus das Kind in seinem Tempo die neue Umgebung erkunden kann, sich bei Bedarf Sicherheit holen kann und allmählich in die Beziehung zur Bezugserzieherin hineinwachsen kann. Aus der Forschung weiß man das abrupte Trennungen von engen Bindungspersonen bei Kleinkindern Traumas hinterlassen und sie in ihrer Entwicklungsfähigkeit einschränken.
Deshalb müssen Mutter oder Vater für ein paar Tage mit dabei sein, bis das Kind zur eingewöhnenden Erzieherin eine bindungsähnliche Beziehung aufgebaut hat und diese dann als sichere Basis akzeptiert. Der Zeitraum und das Eingewöhnungsverfahren passen wir mit ihnen gemeinsam dem Bedürfnissen ihres Kindes an.

Folgende Schritte zeigen unsere geplante Vorgehensweise auf (die Individualität jedes Kindes kann andere Zeitabschnitte erforderlich machen)

1. Vorinformation
über Kind und Eingewöhnungsverlauf durch die Eltern beim Anmeldegespräch (siehe auch Infoblatt zum Ausfüllen)

2. Grundphase (Tag 1-3)
Mutter / Vater kommt mit dem Kind in die Einrichtung, beide bleiben ca. 1 Stunden im Gruppenraum. In den ersten 3 Tagen erfolgt kein Trennungsversuch.
Wichtigste Aufgabe der Eltern: "sicherer Hafen" für das Kind sein

3. Erster Trennungsversuch (ab 4. Tag)
Einige Minuten nach der Ankunft im Gruppenraum verabschiedet sich die Mutter/Vater vom Kind, verlässt den Raum und bleibt in der Nähe. Maximale Trennung 15 - 20 Minuten

4. Je nach Verlauf
4.1 Kürzere Eingewöhnung
Wenn ein Kind weint und nach der Mutter verlangt, ist das eine natürliche Reaktion auf die Trennung mit der das Kind versucht, die Bindungsperson wieder herbei zu holen. Wenn das Kind sich in der Beziehung zur Bezugserzieherin schon vertraut und sicher fühlt, wird es sich beruhigen lassen und sich gemeinsam oder alleine Beschäftigungen zuwendet.
Die Zeiträume ohne Mutter/Vater in der Gruppe können verlängert werden.
Mutter/Vater bleiben noch in der Einrichtung (1 -2 Tage)
Im nächsten Schritt verlassen die Eltern die Einrichtung, bleiben aber telefonisch erreichbar.
4.2 Längere Eingewöhnung (ca. 2-4 Wochen)
Kann das Kind beim ersten Trennungsversuch nicht beruhigt werden und kann nicht in eine Spieltätigkeit gehen, dann braucht es eine längere Begleitung durch die Bindungsperson.
Erst ab dem 7. Tag findet ein neuer Trennungsversuch statt. Erst wenn sich das Kind von der Bezugserzieherin nach der Trennung trösten lässt, werden die Zeiträume ohne Mutter/Vater in den nachfolgenden Tagen allmählich vergrößert, bis die Bindungsperson die Einrichtung ganz verlassen kann.

5. Stabilisierungsphase
Täglich schrittweise abnehmende Elternanwesenheit- gesteigerte Anwesenheit des Kindes
Unser Eingewöhnungsleitfaden sieht vor, dass die Bezugserzieherin zuerst beim Wickeln und Füttern und auch beim Schlafen legen den Eltern zuschaut und für das Kind präsent ist und erst nach einigen Tagen diese Aufgaben übernimmt.
Wichtig: feste und für das Kind nachvollziehbare Abschiedsrituale, Kuscheltiere oder andere Übergangsobjekte, die ihm Sicherheit geben, tel. Erreichbarkeit der Eltern

6. Schlussphase (ca. 2 Wochen)
Mutter/Vater hält sich nicht mehr in der Einrichtung auf, ist jedoch jederzeit telefonisch erreichbar.

7. Die begleitete Eingewöhnung ist abgeschlossen,
wenn das Kind sich in der Beziehung zur Bezugserzieherin so vertraut und sicher fühlt, dass es auf andere Kinder zugeht, sich selbst Beschäftigungen sucht, Materialien und Raum erkundet. Das Kind ist sichtbar entspannt, es lacht und zeigt Freude.

8. Abschluss
Im Anschluss erfolgt ein Elterngespräch - "Wie hat sich das Kind in der Gruppe eingewöhnt?" und "Wie haben Sie sich an die neue Situation gewöhnt?"


Übergang von der Kinderkrippe in den Kindergarten

  • Von Anfang an haben die Kinder in alltäglichen Verrichtungen, (z. B. durch Botengänge mit der Erzieherin) die Möglichkeit, das Haus, die Räume kennen zu lernen und zu erkunden. Sie kommen in Kontakt mit den Kindergartenkindern und dem gesamten Personal.
  • Wir folgen den Impulsen der Kinder, wenn sie neugierig auf den Kindergarten werden. Genauso dürfen Kindergartenkinder die Krippe besuchen.
  • Durch gemeinsame Aktivitäten (z. B. das Offene Singen), gemeinsame Feste und gegenseitige Besuche fördern wir gezielt die Kontaktaufnahme zu den Kindergartengruppen.
  • Für den Neustart im Kindergarten laden wir die Eltern der zukünftigen Kindergartenkinder zu einem Informationsabend und gemeinsam mit ihren Kindern zum Schnuppertag im Kindergarten ein.
  • Wir laden Sie zudem ein, mit ihren Kindern den Kindergarten zu besuchen und in die zukünftige Kindergartengruppe hineinzuschauen.
  • Vor den Sommerferien findet die Verabschiedung der Krippenkinder mit einem Ritual statt.
  • Wir führen ein abschließendes Elterngespräch und mit den Kolleginnen im Kindergarten ein Übergabegespräch.

Bitte beachten Sie, dass ein Wechsel in den Kindergarten eine erneute Eingewöhnungszeit Ihres Kindes bedarf.